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aktualisiert im Dezember 2009

Foto(Plauder)tasche

Obwohl ich mich nun wahrlich nicht als Technikfreak verstehe, finde ich es hin und wieder doch recht interessant,
mal einen Blick in eine fremde Fototasche oder, noch interessanter, über die Schulter eines gerade bildbearbeitenden Kollegen werfen zu dürfen… Und genau diese Blicke sollen hier möglich sein. Ich gelobe feierlich, diese Seite nach größeren Neuanschaffungen respektive Erkenntnissen zu aktualisieren. Mal sehen, ob das klappt...


wie alles begann…

Als ich 1983 anfing zu fotografieren, musste ich mich als Einwohner der DDR freilich mit Exa, Praktica und Co begnügen. Vernünftiges Farbmaterial gab es nicht aber schwarz-weiß Filme, Fotopapier und Chemie waren recht erschwinglich und von guter Qualität. Der Vater meiner damaligen Freundin verwandelte auf wundersame Weise beinahe jedes Wochenende das Bad in ein klitzekleines Fotolabor. Dort habe ich zum ersten Mal den Zauber
eines sich zögerlich zeigenden Bildes erlebt und war gefangen. Viel später empfand ich die Enge, den Gestank,
die Dunkelheit und Isolation einer Dunkelkammer oft genug als quälend aber immer wieder auch als behütend
und aufregend.

 

…die erste Nikon

1989 habe ich meine erste Nikon kaufen können und bin der Firma über die Jahre mit allen Höhen und Tiefen treu geblieben. Der Grund hierfür liegt jedoch nicht in der Überzeugung, Nikon sei der “beste“ Kamerahersteller, sondern schlicht und ergreifend darin, dass meine ersten Objektive nun mal Nikkore waren und ich nicht ständig neue Objektive kaufen wollte und konnte.
Im Schrank stehen noch immer meine alten Nikons: F 801, mein Liebling FA, FM2, F4 und F100
zusammen mit den Nikkoren 2.8/20, 2.8/28, 2.0/35, 1.4/50, 1.8/85, 2.8/105, 2.8/35-70 und 2.8/80-200.

 

…digital

In meiner Fototasche findet sich allerdings mittlerweile nur noch sehr selten eine dieser analogen Kameras,
sondern eine Nikon D3 mit dem hervorragenden Objektiv 2.8/24-70 und VR 2.8/70-200.
Den Umstieg auf “digital“  habe ich im Jahr 2003 mit dem Kauf der aus heutiger Sicht lausigen Nikon D100
(brrr…allein der Sucher!!!) vollzogen. 2005 wurde durch die hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit der D2x dann
das Fotografieren im RAW-Modus machbar und mit der 2008 dazugekommenen D3 bin ich fast glücklich.
Zum ersten Mal konnte ich (egal ob analog oder digital) ohne Bauchschmerzen mit 1600 oder gar 3200 ASA fotografieren!!! Hurra!
Für meine Arbeit am Theater natürlich ein Geschenk außerordentlicher Güte. Mit dem Vollformatsensor sind nun auch endlich die “alten“ Objektive mit ihren aus analogen Tagen bekannten Eigenschaften rehabilitiert.

 

…Knipskamera

Als ständige Begleiterin dient mir eine Lumix Lx3, die unter Berücksichtigung der im Vergleich zur Nikon D3
winzigen Sensorgröße recht passable Ergebnisse liefert, zumindest bis 400 ASA. Auch hier fotografiere ich ausschließlich im RAW-Format. Da ich beim Fotografieren nicht gerne auf Displays starre, habe ich mir den dazugehörigen, unverschämt teuren optischem Aufstecksucher von LUMIX gegönnt. Toll ist das Objektiv
mit seiner Anfangsöffnung von 2.0 bei 24 mm.

Da ich gerne Filmsequenzen aufnehme, war für mich im Vergleich zu den damaligen Konkurrenten Canon G10/G11 oder Ricoh GR Digital II der HD-Filmmodus der Lx3 kaufentscheidend.

einen tollen Testbericht zur lx 3 sowie Tips zur HDR-Fotografie Freihand gibts hier: testbericht lx3 & HDR Fotos

 

…Blitz & Studiolicht

Auf den Einsatz desselben versuche ich weitgehend zu verzichten. Ich war noch nie ein großer Blitzkünstler
und leider halten auch die neuesten Blitzgeräte nicht das ein, was sie versprechen zu können.
Aber: Blitzen in Verbindung mit langen Zeiten kann schon sehr reizvoll sein.
Für Portraits finde ich weiches Tageslicht im Innenraum noch immer am Schönsten und Natürlichsten.
Wenn es doch zu finster wird arbeite ich mit Tageslicht-Adolight-Lampen.

 

…Bildverwaltung

hachje! Die Beschäftigung mit diesem Thema habe ich lange vor mir her geschoben und erst als sich der Bilderwust ähnlich wie der süße Brei im Märchen bereits über diverse externe Festplatten, Backup-Versuche und verschiedene Ordnerhierarchien verteilt hatte, habe ich begonnen zu handeln…und handele noch immer. Allerdings ist endlich wieder Land in Sicht (Land in Sicht, singt der Wind in mein Herz, die lange Reise ist vorbei – Morgenlicht weckt meine Seele auf, ich lebe wieder und bin frei…Rio Reiser)
Ich habe so einiges ausprobiert und bin bei Lightroom hängengeblieben. Fabelhaft! Die Arbeit mit einer echten Datenbank ist eine Offenbarung. In welchem Ordner die Bilder tatsächlich stecken ist nunmehr irrelevant geworden. Alle Fotos werden einheitlich nach dem Schema [Jahr/Monat/Tag]-[Zähler]_Thema benannt, kommen in einen ebenso benamsten Ordner (ich möchte die Bilder nach wie vor auf der Festplatte aufstöbern können) und werden unverzüglich nach dem Import in Lightroom mit Stichwörtern versehen. Lange habe damit verbracht, eine sinnvolle Stichwort-Hierarchie zu erstellen. Aber Vorsicht! Die Verwaltung derselben (z.B. Verschieben von Stichwörtern) in Lightroom kann einen bei einer langen Stichwortliste jedoch an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führen…

 

…Hardware

Nicht aus Überzeugung, aber ich bin PC-Nutzer. Halbwegs schnell soll er schon sein, sonst macht das alles keinen Spaß. Aktuell läuft bei mir ein zwei Jahre alter Rechner mit einem 2,4 GHz –QuadCore-Prozessor, 3 GB Ram und
einer Geforce 8600 GT unter Windows XP und verrichtet seinen Dienst tadellos.
Viel Wichtiger als der neueste Rechner sind gut kalibrierbare Monitore. Das ist zum Glück sehr viel Einfacher
geworden. Noch im Jahr 2006 war das eine sündhaft teure Angelegenheit. Damals kaufte ich mir den CG19
von Eizo für sagenhafte 1300 €.
2009 hab ich mir den gut kalibrierbaren 22“-Monitor NEC MultiSync P221W für gerade mal 400 € dazugekauft
und bin rundum zufrieden.

 

…Bildbearbeitung

Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format, da sich nur so das Maximum an Qualität aus den Fotos rauskitzeln lässt. Vor allem möchte ich mich nicht schon beim Fotografieren um den Weißabgleich kümmern müssen, das geht beim “Entwickeln“ der Bilder in einem RAW-Konverter viel besser. Ich hab verschiedene Konverter ausprobiert,
aber als Lightroom auf den Markt kam, hatte die Rumprobiererei ein Ende. Mag sein, dass, das Nikon-eigene Capture noch mehr aus den Bildern rauszuholen imstande ist, aber die Bedienung ist so umständlich und das Programm grottenlangsam…da lob ich mir die intuitiv zu erfassende, rundum durchdachte Lightroom-Oberfläche. Seit mit der Version 2 nun auch lokale Korrekturen möglich sind, benötige ich Photoshop immer seltener. Früher habe ich diverse Versionen eines Bildes abgespeichert, dass ist mit dem non-destruktiven Lightroom-Ansatz und der Idee der
virtuellen Kopie eines Bildes hinfällig und obendrein sehr Speicherplatzfreundlich!!!

Mal sehen, was Lightroom 3 (angekündigt für März 2010) so Neues bringt.

 

PlugIns & Co…

Außer den beiden bereits erwähnten Titanen nutze ich folgende Programme:

…Druck

Einen bezahlbaren Drucker, der professionelle Ergebnisse liefert, hielt ich bis vor einem Jahr für unmöglich. Der Kauf eines Epson Pro 3800 vor einem Jahr hat mich allerdings sehr schnell eins Besseren belehrt. Noch immer bin ich von den Resultaten, besonders im schwarz/weiß-Druck begeistert. Als Standardpapier nutze ich das recht erschwingliche Premium Glossy Photo Paper von Epson. Aber tausendmal schöner ist natürlich der Einsatz eines schweren Papieres auf Kartonbasis. Ich nutze am liebsten Monoprint Rochester Plus  von Monochrom, aber toll ist natürlich auch Hahnemühles Photorag oder Epson Traditional. Alles daran erinnert an ein klassisches Barytpapier.
Der Wermutstropfen: man darf die Drucke nicht von der Seite betrachten, denn dann sieht man leider keine
homogene Fläche, sondern den Farbauftrag.
Jetzt liegt wirklich (wieder) alles in einer Hand: von der Aufnahme über die Bearbeitung bis zur Ausgabe.
Fast überflüssig zu erwähnen, daß ich das Druckmodul von Lightroom nutze …

…interessante Fotowebsites:

78 Photography Rules for Complete Idiots

the public eye blog

 

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